Knochengesänge
Raureif klammert sich an Halme Über Feldern schnarren Krähen ihre Klagelieder Von Verwesung und was tief in der Erde lauert Die eine wahre Religion, die alles Leben überdauert Wieder habe ich 12 Monde verbracht Wieder so getan, als hätte mir das nichts ausgemacht Ein Wimpernschlag und es ziehen die Dekaden Hin zu sternenloser Nacht, zu den letzten Gestaden Jedes Feuerwerk hat seinen Zauber verloren Der Quell des Lebens zu Essig vergoren‘ Einsame Jahre hängen in altersschwachen Gliedern Beklagt in den immer gleichen Liedern, wieder und wieder Zu lange Herbst, zu lange welk Leben wie ein Blatt zu Boden fällt Taumelnd und treibend, doch immer strebend Dem Ende entgegen Wenn der Schnee kommt und das Land bedeckt Der Wind nach Kälte und nach Lethe schmeckt Was mit schwieligen Händen erschaffen, reißt es alles ein Lasst mich zwischen Wurzeln liegen und vergessen sein Ziellos streifend durch Dezemberwälder Letztlich blieben nur Ruinenfelder Einsame Tränen und zerfurchte Haut Zitternde Hände haben jedes Monument umsonst gebaut Nie geschlagen eine verdammte Kerbe In Yggdrasils Ranken als mein Erbe Kein Harz, das aus Wunden tropft und quillt Wenn mich die letzte Nacht umhüllt Nichts hat Bestand Nichts hat Substanz Zwischen Käfern und Würmern erklingen die Krähenpsalme Nichts hat Bestand Nichts hat Substanz Oh, wie sie alle Hoffnungen schnarrend zermalmen
Submitted by VladTheImpaler666 — Jul 08, 2026
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Ich bin schweißgebadet aufgewacht Ein Grauen hing im Raum Ein hartes Pochen in der Brust Nie wieder Schlaf nach diesem Traum Denn ich stand im Winterwald Unterm Mond der in trägen Wolken hing Als Sternenstaub wie Frost zu Boden fiel Und alle Hoffnung von mir ging Wie Nebel hing die Ewigkeit Zwischen stummen Winterfichten Denn vor mir stand der Knochenmann So schrecklich wie in den Geschichten Eine Stimme die wie das Ende sang Fragte mich wohin ich ging Selbst als das Echo im Schnee verklang Kam mir keine Antwort in den Sinn Es klirrt durch Mark und Bein Wenn Knochen singen Auf meinen morschen Knochen spielt der Wind das letzte Geleit Hörst du seine verhängnisvolle Melodie, bist du bereit Hast du erschaffen, was du schaffen musstest Erklingen deine Lieder, weil du Herzen zu berühren wusstest Erklingen deine Lieder, um bittersüß zu tanzen Ein Zittern ging durch meinen Leib Als mich bleiche Hände hielten Seine Augen schienen mich zu richten Während Eiskristalle fielen Dröhnend dann die Frage Was ist es das dir das Blut gefriert Meine ewige Umarmung Oder dass du dich in ihr verlierst Er klirrt durch Mark und Bein Der verdammte Knochengesang Auf meinen morschen Knochen spielt der Wind das letzte Geleit Hörst du seine verhängnisvolle Melodie, bist du bereit Hast du erschaffen, was du schaffen musstest Erklingen deine Lieder, weil du Herzen zu berühren wusstest Erklingen deine Lieder, um bittersüß zu tanzen Suchst du immer noch die Antwort, die mich umgeht Das eine Monument, das meinem kaltem Atem widersteht Aber du kannst schaffen bis deine Finger kalt und steif sind Irgendwann vergehen auch die letzten deiner Lieder im Wind
Submitted by VladTheImpaler666 — Jul 08, 2026
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