BernsteinmeerengeL
Scharen von Engeln stürzen taumelnd in ein Meer aus Harz Und verstricken sich in transparentem Gold Einst waren ihre Flügel weiß wie Schnee, die Augen schwarz Nun hören sie nicht mehr, wie der Donnerhimmel grollt Sie versuchen noch zu schwimmen Zuckende Leiber, so weit das Auge reicht Schon verstummen die ersten Stimmen Bis das Schreien endlich Totenstille weicht Keine Gründe Keine Sünde Kein Erbarmen. Kein Flügelschlag Weder Vergebung Noch Wiederbelebung Weil sie keiner zu retten vermag Und im heiligen Schein Sind sie doch ganz allein Konserviert bis zum jüngsten Tag Im Stein Manchmal, wenn nachts der Sturm selbst tiefstes Wasser noch aufwühlt Die Sonne blass und gelb im Morgennebel glüht Dann werden die umhüllten Wesen an den Strand gespült Und tausend Fragen drücken Findern aufs Gemüt Eingeschlossen wie Insekten Erstarrt bewahrt in endlos langer Qual Die Perfekten, Unbefleckten Waren sie doch nicht die erste und die bessere Wahl? Keine Gründe Keine Sünde Kein Erbarmen. Kein Flügelschlag Weder Vergebung Noch Wiederbelebung Weil sie keiner zu retten vermag Und im heiligen Schein Sind sie doch ganz allein Konserviert bis zum jüngsten Tag Im Stein Doch zuvor kam Ungehorsam Dann Erstaunen und Furch im Gesicht Weder Vergebung Noch Wiederbelebung Konserviert bis zum jüngsten Gericht Und im heiligen Schein Sind sie doch ganz allein Bis Erlösung folgt oder auch nicht Vom Sein Und nun trägst du ein angeschwemmtes Bruchstück auf der Haut An einer Kette auf der zarten, warmen Brust Nur eine Feder zeugt noch von dem Leiden, gut verstaut Du bist dir bloß der Schönheit dort im Stein bewusst
Submitted by VladTheImpaler666 — Jul 07, 2026
Du hast Dich aufgeschwungen Um weit hinabzuseh'n Im Sturzflug eingedrungen Im Hier bei Dir, im Jetzt vergeh'n Du bist so tief gesunken Und nun kennst Du den Grund Noch bist Du nicht ertrunken … Befrei den Schrei aus Deinem Mund! Leuchtende Wesen, um die Schwärze einzudämmen Die nach der Vorherherrschaft und nach Bewusstsein strebt Seelen und Lichter glitzern auf den Wellenkämmen Vom Gezeitenstrom und purer Lust belebt Leuchtende Wesen, lautlos schwebend, in der Ferne Unerforscht wie eh und je Titanenherzen schlagen zwischen Zwergensternen Schau, wie sie tanzen auf der See! Dass Du bei ihnen warst, ist schon viel zu lange her Du reistest zwanzigtausend Meilen unter dem Meer Du bist so weit gekommen Hast Dich zu gern verlor'n Bleibt alles auch verschwommen – Zu oft gehofft, den Blick nach vorn! Leuchtende Wesen, um die Schwärze einzudämmen Die nach der Vorherherrschaft und nach Bewusstsein strebt Seelen und Lichter glitzern auf den Wellenkämmen Vom Gezeitenstrom und purer Lust belebt Leuchtende Wesen, lautlos schwebend, in der Ferne Unerforscht wie eh und je Titanenherzen schlagen zwischen Zwergensternen Schau, wie sie tanzen auf der See! Dass Du bei ihnen warst, ist schon viel zu lange her Du reistest zwanzigtausend Meilen unter dem Meer Jahrzehnte wirken wie Sekunden Deer nächste Tauchgang wird gewiss der allerlängste Hast Du DIch heute schon erfunden? Komm in die Tiefe, wir ertränken uns're Ängste! Leuchtende Wesen, lautlos schwebend, in der Ferne Unerforscht wie eh und je Titanenherzen schlagen zwischen Zwergensternen Schau, wie sie tanzen auf der See! Dass Du bei ihnen warst, ist schon viel zu lange her Du reistest zwanzigtausend Meilen Zwanzigtausend Meilen Zwanzigtausend Meilen Unter dem Meer
Submitted by VladTheImpaler666 — Jul 07, 2026