Hidalgo infernal - Der baskische Wolf
Cortés entweiht' den Schmachfürstgeiselthron, Dreibund schnaubt in blinder Wut Auf Unheilswell'n die nächste Flotte Pizarro raubt’ der Sonne ihren Sohn, sein Lösegold netzt Geiselblut Am Ende lauert die Garrotte Der ganze Kontinent bald Untertan, marode Reiche, schmerzverkrümmt Unter Joch und Hufschlag ächzt und stöhnt Als der Wolf tritt auf den Plan, sich dankbar Intriganz annimmt Bald Fehdemesserarbeit frönt Lope dе Aguirre: "Wie's mir scheint bin ich nur Lumpеnsammler im Schatten derer Die mit Rapier und Faust Geschichte hieben in der Neuen Welt Dem Mann, dem Fortuna ihre Gunst versagt Dem bleiben zwei Wege nur zur Wahl: Er fügt sich in sein Los, wird bitter und verzagt Oder formt sich sein Geschick durch Wille und Toledostahl Erinnert euch an Esquivel Den Hund, der Unrecht sprach Drei Jahr' blieb ich sein Schatten Dann bereut' er meine Schmach Ich wähle mir den Gott des Zorns Auf dass er mich zum Werkzeug mache Ich schwitze Rebellion Ich atme Invasion Adel vernichtet Hidalgo infernal Oscuro Madrigal Wer einmal in die Schatten flüstert Dem wird das Echo nie verstummen Wahn nährt Wahn und zieht sich an Und immer Wispern in den Schatten Die Dunkelheit, die ich im tiefsten Seelenkerker weggesperrt Wird Stund' um Stund' unweigerlich ans grelle Tageslicht gezerrt So steig' ich aus düsteren Träumen empor Der baskische Wolf, Conquistador"
Submitted by Celtic Frost — Jul 23, 2026
Sichellos und sternenbar Fiel Nacht auf die Alhambra So bliesen wir zur Sonnenjagd über das Meer Bekreuzigt uns und kreuzten auf, Kurs sturwest Den Rossbreiten grimmig trotzend Schwärmend, wie Funkenflug über dem Meer Lärmend, mit Feuereifer über das Meer Bis der Funke übersprang in die Neue Welt Ein Pyroklast entflammter Seelen brennt sich durch das Land Im Feuerеifer Läuterbrand, verkohlt bis in diе Wurzel Gottes Lamm im Trock’nen geht das Schlachten leichter von der Hand Schutzerlässe ferner Hand fall’n auf verbrannte Erde Allenthalben Meucheln, welch’ verdrießlich’ Meisterschaft Dem Monarch im Mutterland entgleitet rasch die Macht Wer von der Klinge überseh’n, wird von der Seuche hingerafft So wild und doch zerbrechlich, Gottes frisch getrieb’ne Herde Die Neue Welt in altem Leid, verkrümmt vor Pein sich windet Wie Schach, so voller Blut, dass man die Felder nicht mehr findet Wir fielen ein mit Schwert und mit Feuer... und mit dem Wort Und fegten hinweg über Völker und Reiche, Welle für Welle für Welle Als alle Linien überschritten, aller Götzenkult getilgt Da wandten wir uns gegen uns selbst, die grelle Schwelle zur Hölle Die Feinde uns’rer Feinde sind mitnichten uns’re Freunde Sondern Feinde, die die Zukunft uns noch formt Reichsverweser, Reichsverwüster Klerus weiht die Fledderei Ein großes Wühlen, fieberhaft Im Götzenaas, ganz ohne Scheu Der größte Frömmler wird zum Schlächter Gibt man ihm nur Schwert und Macht Und lockt noch mehr, sind's wenige Die nicht um den Verstand gebracht Harmbenetzt und schuldgeplagt Dämmert uns die Neue Welt Im Osten steigt nur Dunkelheit Unterm Blutkreuz naht die nächste Arche Zum bersten gefüllt mit Hungerbestien... unrettbar Geblendet, gen güld'nen Untergang, über das Meer Verblendet, das Omen verlachend, fernab vom Meer Der Gabentisch scheint trügerisch
Submitted by Celtic Frost — Jul 23, 2026