Conquista - Prolog
Sichellos und sternenbar Fiel Nacht auf die Alhambra So bliesen wir zur Sonnenjagd über das Meer Bekreuzigt uns und kreuzten auf, Kurs sturwest Den Rossbreiten grimmig trotzend Schwärmend, wie Funkenflug über dem Meer Lärmend, mit Feuereifer über das Meer Bis der Funke übersprang in die Neue Welt Ein Pyroklast entflammter Seelen brennt sich durch das Land Im Feuerеifer Läuterbrand, verkohlt bis in diе Wurzel Gottes Lamm im Trock’nen geht das Schlachten leichter von der Hand Schutzerlässe ferner Hand fall’n auf verbrannte Erde Allenthalben Meucheln, welch’ verdrießlich’ Meisterschaft Dem Monarch im Mutterland entgleitet rasch die Macht Wer von der Klinge überseh’n, wird von der Seuche hingerafft So wild und doch zerbrechlich, Gottes frisch getrieb’ne Herde Die Neue Welt in altem Leid, verkrümmt vor Pein sich windet Wie Schach, so voller Blut, dass man die Felder nicht mehr findet Wir fielen ein mit Schwert und mit Feuer... und mit dem Wort Und fegten hinweg über Völker und Reiche, Welle für Welle für Welle Als alle Linien überschritten, aller Götzenkult getilgt Da wandten wir uns gegen uns selbst, die grelle Schwelle zur Hölle Die Feinde uns’rer Feinde sind mitnichten uns’re Freunde Sondern Feinde, die die Zukunft uns noch formt Reichsverweser, Reichsverwüster Klerus weiht die Fledderei Ein großes Wühlen, fieberhaft Im Götzenaas, ganz ohne Scheu Der größte Frömmler wird zum Schlächter Gibt man ihm nur Schwert und Macht Und lockt noch mehr, sind's wenige Die nicht um den Verstand gebracht Harmbenetzt und schuldgeplagt Dämmert uns die Neue Welt Im Osten steigt nur Dunkelheit Unterm Blutkreuz naht die nächste Arche Zum bersten gefüllt mit Hungerbestien... unrettbar Geblendet, gen güld'nen Untergang, über das Meer Verblendet, das Omen verlachend, fernab vom Meer Der Gabentisch scheint trügerisch
Submitted by Celtic Frost — Jul 23, 2026